Donnerstag, 21. August 2008

Auf der seidenen Achse - Der Achsbruch von Köln

Der Achsbruch von Köln am 9 Juli in Köln hat auch bei uns Pendlern grosse Diskussionen hervorgerufen. Wir die jeden Tag im Berufsverkehr von Köln nach Frankfurt und zurück pendeln.

Hier kann man sich informieren :

http://www.jungewelt.de/2008/07-21/054.php

http://ice3.over-blog.de/categorie-10505719.html

http://www.tagesschau.de/inland/iceachsen100.html

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,572185,00.html

http://www.ad-hoc-news.de/drucken.html?art_id=18995488&section=Aktuelle-Nachrichten

Wir, diejenigen die auf die Schnellzugverbindung angewiesen sind, haben das zweithöchste Risiko nach den Zugbegleitern.

Nach vielen besorgten Gesprächen und den vielen Diskussionen sind wir in eine Art Ironie verfallen. Was können wir auch anderes tun ?

Letztens bei der Frage an einen Zugbegleiter : "Bekommen Sie schon einen Risikozuschlag auf dieser Strecke, unsere Soldaten bekommen dies doch auch in Risikogebieten?"- bekamen wir nur eine sehr ängstliche Lächeln zurück mit der Antwort: "Noch nicht."

Zugfahrt von Köln nach Frankfurt : Heute morgen ist der Kontolleur ein älterer Herr. Wir fragen Ihn warum der Zug heute so langsam ist. Seine Antwort: "Vieleicht hat der Zugführer einfach Angst."

Wir die Pendler haben Verständnis für diese Antworten, stecken die Mitarbeiter dieses Unternehmens einfach in der selben blöden Situation wie wir.

Und eins muss man mal sagen

- mich interessiert es nicht WAS an dem Zug defekt ist
- mir ist es egal ob die mittleren Toiletten geschlossen werden, um das Gewicht des mitgeführten Wassers einzusparen
- mich interessiert es nicht ob Herr Mehdorn alles schön redet damit er seinen Börsengang erfolgreich durchführen kann

Ich möchte, daß die Unsicherheit beseitigt wird. Ein renomiertes, nicht bestechliches, nicht der Bahn verbundenes Unternehmen die Sicherheit der Schnellzüge wieder bestätigt.

Ich möchte nicht weiter jeden Morgen und Abend in den Zug steigen und hoffen, wenn es passiert dann hoffentlich in dem Zug vor oder nach mir, damit meine Kinder Ihren Vater behalten.

Veröffentliche Bilder der DB zeigen immer glückliche Kunden in angenehm leeren Zügen

Die Wahrheit sieht leider anders aus. Zu Rush Hour sieht man im ICE3 Leute in den Gängen stehen auf dem Boden sitzen. Zur manchen Zeiten so schlimm, daß der ICE3 wegen Überlastung
nur 150 km/h fahren kann. Ich bin der Meinung, daß wenigstens Haltegriffe eingebaut werden sollen, damit die Leute beim Achsbruch nicht zu sehr durch die gegend fliegen.

Bilder werden demnächst nachgereicht .. kommt ja oft genug vor

Herr Mehdorn, noch gehört die DB dem Staat und der Staat sind wir und wir wollen Sicherheit
und kein Nichtstuen, keine Schönredereien.

Ach ja .. wer wird eigentlich zur Verantwortung gezogen, wenn ein Zug bei 300 mal entgleist ?
ich hoffe, dann auch die Richtigen, auch wenn ich das vieleicht nicht erlebe

1 Kommentar:

Achim hat gesagt…

Danke für den Beitrag: Ich, als älterer Herr habe dementsprechend meine Frau und Kinder angewiesen bei etwaigen Verstopfungen vor Tunnelröhren mit anschließendem Exitus der Beförderungsfälle die Bahn unter Zuhilfenahme eines New Yorker Anwalts auf 50 Trillionen Euro zu verklagen.

Im Ernst: Das wird meine Familie sicherlich finanziell sanieren. Also vorab hier: Danke Mehdorn, Sie machen Ihren Job wirklich gut.